Daniel Berger

Nach dem Abschluss im Jahr 2011 wurde mir relativ schnell klar, dass ich die Grundbasis für eine Tätigkeit im sozialen Bereich, welche ich am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg erhalten hatte, weiter vertiefen möchte und so entschied ich mich für eine Bewerbung an der Fachhochschule Salzburg für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit“. Seit März 2012 bin ich bei den Österreichischen Kinderfreunden und Kinderfreundinnen – Landesorganisation Salzburg tätig. Hier konnte ich sofort mit den Kenntnissen und Kompetenzen, die ich am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg erworben hatte, ins Berufsleben bzw. in mein „Traumberufsfeld“ (sozialer Bereich) einsteigen. Zu meiner Begeisterung und zu meinem großen Glück habe ich bei den Kinderfreunden Salzburg eine Stelle bekommen die meine Traumvorstellungen voll erfüllte: eine Kombination aus Sozialmanagement (Organisation/Administration) und Soziale Arbeit – so wie ich es schon im Unterrichtsfach Sozialmanagement am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg kennengelernt habe. Diese Mischung aus Theorie und Praxis bzw. Bürotätigkeit mit organisatorischen und administrativen Aufgaben sowie die praxisbezogene soziale Arbeit direkt im „Feld“ macht mir sehr viel Spaß. Im Büro der Kinderfreunde und Kinderfreundinnen Salzburg zählt vor allem die Mitarbeit bei der Organisation von freizeitpädagogischen Angeboten (Spielbus, soziokulturelle Stadtteilarbeit) und Ferienangeboten (Feriencamps, tageweise Ferien) inklusive Personalmanagement zu meinen Hauptaufgaben. In der praxisbezogenen Arbeit machte ich meine ersten Erfahrungen im Spielbusbereich – in der soziokulturellen Stadtteilarbeit auf Salzburgs Spielplätzen und in Salzburgs öffentlichen Räumen. Seit November 2015 bin ich nun als Sozialarbeiter im Bereich „Streetwork“ mit Jugendlichen tätig, nachdem ich im Juni 2015 mein berufsbegleitendes Bachelorstudium an der Fachhochschule Salzburg erfolgreich abgeschlossen hatte. […]

Am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg habe ich die Bandbreite an unseren Unterrichtsfächern sehr geschätzt. Von Sozialmanagement über Pädagogik und Philosophie bis hin zu Psychologie und Kommunikation wurden wir in vielen sozialwissenschaftlichen Richtungen und Unterrichtsfächern gefordert und gefördert. Selbstverständlich waren auch Unterrichtsfächer wie Deutsch, Englisch (englischsprachige Feriencamps etc.) und Spanisch (Kommunikation mit Mitarbeitern aus Spanien die einen europäischen Freiwilligendienst bei den Kinderfreunden absolvieren) hilfreich für meinen jetzigen Beruf. Auch die zahlreichen (Pflicht-)Praktika, die ich im Laufe der Schulausbildung gemacht hatte, waren für mich eine enorme Bereicherung, die mir später den Eintritt ins Berufsleben erleichterten. Ich konnte so einerseits bereits früh erkennen, welche Bereiche und Handlungsfelder mich interessieren und andererseits schon früh in den Berufsalltag hineinschnuppern – vor allem die Praktika, die wir über mehrere Wochen im Sommer absolviert haben, ermöglichten mir hier wirklich einen Einblick in die Berufswelt samt alltäglichen Abläufen, Aufgaben, Herausforderungen und Möglichkeiten.

Rückblickend wurde mir in der Reflexion für diesen Text bewusst, wie viele Werte, Charaktereigenschaften und Kompetenzen, die ich am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg erworben habe bzw. die mir mit auf den Weg gegeben wurden, für mich selbstverständlich waren und sind, die jedoch – gerade zur aktuellen Zeit   – nicht immer selbstverständlich sind. Kompetenzen wie: Toleranz, Solidarität, Offenheit, soziales Engagement, Respekt,….UND soziale Kompetenz (Konfliktmanagement, Regeln im Umgang miteinander, Empathie etc.), Teamkompetenz (Zusammenarbeit im Team, Teamfähigkeit), Methodenkompetenz („Werkzeugkoffer“ für den Berufsalltag, um professionell handeln und agieren zu können), Vernetzungskompetenz (besonders hilfreich in meiner jetzigen Tätigkeit in Bezug auf Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, Ressourcen bündeln, einrichtungsübergreifende Projekte und Veranstaltungen), Zeitmanagement (selbständiges Arbeiten erfordert eine gute Zeitplanung und Zeiteinteilung, vorausschauend planen) und Reflexion (wichtig für die persönliche Entwicklung und Einschätzung, Reflexion der eigenen Tätigkeit und Arbeit, kritisches Hinterfragen, Qualität sichern und weiterentwickeln).

Besonders gut gefallen hat mir am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg die schon fast „familiäre Atmosphäre“ – hier war man als SchülerIn keine „Nummer“ sondern wurde als eigene Persönlichkeit wahrgenommen und geschätzt. Auch in persönlich schwierigeren Phasen war auf die Unterstützung seitens der Schulleitung und des LehrerInnenteams stets Verlass – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Rückblickend habe ich auch immer den wertschätzenden, toleranten, offenen, ehrlichen und gemeinschaftlichen Umgang miteinander in der gesamten Schule sehr geschätzt. Insofern war die Schule für mich eine große Bereicherung und auch prägend in Hinblick auf meinen persönlichen Reifeprozess – die Entwicklung und Festigung meiner Fähigkeiten, meiner Ideale und Werte. Zu guter Letzt aber noch ein weiteres Ereignis, das ich an dieser Schule erleben durfte und auf das ich sehr gerne zurückblicke: Hier habe ich auch meine Freundin Jasmin kennengelernt mit der ich seit nun bald neun Jahren zusammen bin 😉

Für mich persönlich bleiben folgende Punkte in positiver Erinnerung wenn ich an meine Schulzeit am Ausbildungszentrum der Caritas Salzburg zurückdenke:

  • vielfältiges Unterrichtsangebot
  • Mischung aus Theorie und Praxis (z.B. im Fach Sozialmanagement)
  • berufsnahe Ausbildung durch Praktika
  • erworbene Fähigkeiten können im Praktikums-/Berufsalltag umgesetzt werden
  • Förderung auf fachlicher und menschlicher Ebene
  • eine Atmosphäre und ein Angebot, die eine persönliche Reifung und Entwicklung ermöglichen
  • Vermittlung von Werten und (sozialen) Kompetenzen, die für das Leben wichtig sind!

© Daniel Berger, Jänner 2017